Ausführungsbeschriebe für die Isolation von Leitungen und Behältern — vom PIR-Hartschaum im Kältebereich bis zur Keramikdämmung an der Reaktorleitung, mit Beispielzeichnungen aus dem Lehrmittel.
Jede Ausführung im Lehrmittel lässt sich über ihr Temperaturband einordnen. Diese Folie liefert den Überblick, die folgenden Folien zeigen jeweils einen Hauptzweig mit einer Beispielzeichnung.
PIR (Polyisocyanurat) ist ein steifer Hartschaum aus der Familie der Polyurethanschäume. Fertige Schalen dämmen Leitungen von –40 bis 90 °C — die Ausführungen unterscheiden sich in der Fugendichtung und im Aussenabschluss.
Synthetischer Kautschukschaum (FEF) ist weich und elastisch, arbeitet im Temperaturbereich von –40 bis 18 °C und schützt Leitungen und Behälter vor Kondenswasser und Eisbildung.
PU-Schaum ist ein Hartschaum aus Polyurethan, der erst auf der Baustelle aufgeschäumt wird. Die Ortsschäumung arbeitet im Temperaturbereich von –40 bis 18 °C und schützt ebenfalls vor Kondenswasser und Eisbildung.
Mineralwolle ist mineralisch und brennt nicht — je nach Anlage übernimmt sie die Wärmedämmung, die Kältedämmung oder den Schallschutz.
Ab ca. 650 °C kann auch Keramik zum Einsatz kommen, zum Beispiel an den Reaktorleitungen chemischer Anlagen. Keramikfasern vertragen 1100 bis 1400 °C; die Ausführung besteht aus zwei Isolierschichten.
Zum Abschluss die Praxis-Regeln aus dem Lehrmittel — sie gelten unabhängig vom Dämmstoff.
Quelle: Lehrmittel Isolierspengler/in EFZ (ISOL SUISSE), Dämmtechnik/Thermische Dämmsysteme, S. 130–137, Stand 18.10.2026.